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Bürobeleuchtung: Lichtbedarf einschätzen und berechnen

buerobeleuchtung lichtbedarf berechnenEine gute und umfassende Beleuchtung spielt besonders am Arbeitsplatz eine ganz wichtige Rolle. Wer ein Büro oder mehrere Büroräume plant, sollte bereits im Vorfeld die Ausleuchtung und Beleuchtung der Räume exakt strukturieren. Denn nur eine ausreichende und passend dimensionierte Bürobeleuchtung kann den Arbeitsalltag und die Produktivität gezielt unterstützen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Bürobeleuchtung achten müssen und wie Sie den Lichtbedarf in einem Büro korrekt und sicher berechnen.

Gründe für eine professionelle und gute Bürobeleuchtung gibt es viele

Es gibt viele Gründe für eine umfassende Planung der Beleuchtung. Vor allem die Arbeitsergonomie spielt hierbei eine besonders große Rolle. Denn zu starke Kontraste können zu sehr schnellen Ermüdungserscheinungen der Augen führen und somit die Produktivität der Mitarbeiter deutlich verringern. Bereits Helligkeitskontraste von 3:1 können die Augen schnell ermüden und zu Kopfschmerzen und mangelnder Arbeitsfähigkeit führen. Aus diesem Grund sollte ein Büro immer vollständig und vor allem gleichmäßig ausgeleuchtet werden.

 

So sollte eine gute Bürobeleuchtung aussehen

Gute Bürolampen sorgen für eine gleichmäßige Helligkeit im gesamten Raum. Darüber hinaus sollten Sie bei der Beleuchtung auch die sogenannte Farbtemperatur im Auge behalten. Grundsätzlich kann man für das Büro drei unterschiedliche Farbtemperaturen unterscheiden: Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß. Auch wenn Warmweiß mit einer Farbtemperatur zwischen 2700 und 3300 Kelvin besonders gemütlich wirkt, ist diese Temperatur für das Büro ungeeignet. Denn viele Mitarbeiter bekommen von dieser Farbtemperatur Kopfschmerzen oder ermüden schneller. Ähnlich verhält es sich mit dem sogenannten Tageslichtweiß. Dieses wird von vielen Mitarbeitern als zu hell und zu kühl angesehen. Im Optimalfall leuchten Sie das Büro mit Leuchtmitteln in Neutralweiß aus und sorgen somit für eine passende Farbtemperatur auch für anstrengende Arbeitstage.

 

Erste Einschätzungen des Lichtbedarfs vornehmen

Lux und Lumen sind zwei sehr wichtige Begriffe, um den Lichtbedarf für ein Büro zu berechnen. Denn die Watt-Zahl der Lampen sagt dank der neuen LED-Technologie nicht mehr genug über deren Leuchtkraft aus. Während Sie früher für mehr Beleuchtung einfach eine Glühbirne mit einer höheren Watt-Zahl verwendet haben, sieht dies bei den LED-Leuchtmitteln gänzlich anders aus. Für die Bürobeleuchtung sind somit andere Faktoren wichtig. Lumen ist die Einheit für den sogenannten Lichtstrom, also für den Teil der Strahlung eines Leuchtmittels, welcher als sichtbares Licht abgegeben wird. Lux hingegen ist die Einheit für den Lichtstrom pro Quadratmeter und wird verwendet, um die Beleuchtungsstärke darzustellen.

Nun gibt es noch einen weiteren Faktoren, den Sie bei der Berechnung und Planung der Lichtstärke im Büro beachten sollten. Denn die Bürobeleuchtung ist auch nach klaren Normen und Kriterien auszuführen. Hierzu wird die DIN EN 12464-1 herangezogen, welche die Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen definiert. Hier können Sie die benötigte Lichtstärke für die Bürobeleuchtung also sehr einfach erfahren. Und diese liegt in Verkehrsbereichen bei mindestens 300 Lux, in den direkten Arbeitsbereichen bei deutlich helleren 500 Lux. An diesen Werten für die Bürobeleuchtung sollten Sie sich orientieren, wenn Sie eine effektive und vor allem auch normgerechte Bürobeleuchtung planen möchten.

 

Lichtbedarf berechnen – geht das überhaupt?

Selbstverständlich ist es möglich anhand der oben genannten Faktoren den Lichtbedarf für die Bürobeleuchtung zu berechnen. Wichtig ist, dass Sie hierfür alle relevanten Daten und Formen vorliegen haben. Denn für die korrekte Berechnung benötigen Sie unter anderem auch die Werte für den Lichtstrom und die Watt-Anzahl der Leuchtmittel. Erst anhand dieser Werte lässt sich eine gute und umfassende Bürobeleuchtung errechnen. Neben der reinen Leuchtstärke spielen allerdings nach DIN EN 12464-1 noch weitere Faktoren bei der Bürobeleuchtung eine wichtige Rolle. So sollten Sie unter anderem darauf achten, dass eine Harmonische Leuchtdichteverteilung für eine angenehme Lichtumgebung sucht. Das bedeutet, dass eine hohe Gleichmäßigkeit bei der Verteilung der Leuchtmittel in der Bürobeleuchtung ebenso wichtig ist, wie die passende Lichtfarbe und Farbwiedergabe der Lampen und Leuchten. Auch das Vermeiden von Flimmern und stroboskopischen Effekten sollte beachtet werden. Dies sind viele Faktoren, welche einen erheblichen Einfluss auf die Lichtplanung in der Bürobeleuchtung nehmen. Je besser Sie allerdings die Bürobeleuchtung planen, umso effektiver können die Mitarbeiter dort arbeiten.

 


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So berechnen Sie bei der Bürobeleuchtung den Lichtbedarf

Für eine Berechnung der Bürobeleuchtung benötigen Sie folgende Faktoren:

  • die gewünschte Beleuchtungsstärke im Büro
  • die Größe des Büroraumes
  • den Lumen-Wert der eingesetzten Leuchtmittel

Auf dieser Basis können Sie die Bürobeleuchtung optimal ausrechnen. Hierzu multiplizieren Sie die gewünschte Beleuchtungsstärke mit der Größe des Büroraumes. Sie erhalten einen Wert in Lumen, welcher von Ihnen für eine flächendeckende Beleuchtung benötigt wird. Nun gilt es diesen Wert durch den Lumen-Wert der von Ihnen avisierten Leuchtmittel zu teilen. Sie erhalten somit die Anzahl der Lampen, welche Sie im Büro für die Bürobeleuchtung verteilen müssen.

Ein Beispiel:

  • die gewünschte Beleuchtungsstärke liegt bei 500 Lux;
  • die Größe des Büroraumes liegt bei 15 Quadratmeter.

Sie benötigen somit einen Lichtstrom von 7500 Lumen für eine umfassende und normgerechte Ausleuchtung. Bieten die verwendeten Leuchtmittel jeweils einen Wert von 800 Lumen, so benötigen Sie rechnerisch 9.4 Lampen für die Büroausleuchtung. Da die Ausleuchtung lieber ein wenig zu hell als zu dunkel sein sollte, können Sie mit 10 Lampen für eine umfassende Lichtplanung rechnen.

 

Weitere Faktoren für die Lichtplanung

Natürlich ist dies sehr einfach gerechnet. Ebenfalls mit in Betracht ziehen sollten Sie die Farbe und Reflexionsfähigkeit der Wände und Decken sowie die Bauform der Lampen. LED Röhren mit entsprechenden Reflexionsflächen im Hintergrund strahlen die Helligkeit beispielsweise anders ab als nachträglich verbaute Pendelleuchten. Sie sehen somit, dass viele Faktoren ermittelt werden müssen, damit Sie eine wirklich umfassende Bürobeleuchtung berechnen können. Doch für eine schnelle und einfache Abschätzung ist die oben genannte Formel durchaus gängig und nutzbar.

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